Obstbaumschnitt, den man dem Baum in dreißig Jahren noch ansieht.

Streuobstwiesenpflege für Freiburg, das Markgräflerland, den Kaiserstuhl und den Hochschwarzwald.

Ich bin Uwe Fichte. Seit über dreißig Jahren schneide ich Obstbäume nach Oeschberg-Palmer – und arbeite als Demeter-Landwirt. Mein Ziel ist bei jedem Baum dasselbe: dass er sich irgendwann selbst trägt und Sie mich immer seltener brauchen.

Ich komme vorbei, wir gehen die Wiese ab, Sie bekommen ein Angebot. Kostet nichts. – Am Telefon erwische ich mich selbst oft nicht, weil ich draußen bin: sprechen Sie drauf, ich rufe abends zurück.

Uwe Fichte verstreicht Wundverschluss an einer frischen Schnittstelle im Obstbaum

Über 30 Jahre Praxis

zwischen Kaiserstuhl und Hochschwarzwald

Oeschberg-Palmer

Schnitt nach der Schweizer Schule

Demeter-Landwirt

erst der Boden, dann der Baum

Sie stehen im Februar unter dem Baum und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen

So fangen die meisten Anrufe bei mir an. Die Wiese ist geerbt oder gepachtet, die Bäume sind älter als der Besitzer, und irgendwann in den letzten zehn Jahren hat aufgehört, jemand nach ihnen zu schauen.

Dann sieht es meistens so aus: Der alte Apfelbaum trägt nur noch jedes zweite Jahr, und dann tausend kleine Früchte, die niemand aufheben mag. Innen ist die Krone dicht wie ein Vogelnest. Unten hängt dürres Holz. Und wenn schon mal jemand da war, stehen oben zwei Meter kerzengerade Triebe – Wasserschosser, die Antwort des Baums auf einen Schnitt, der ihn erschreckt hat.

Das Unangenehme daran ist nicht der Ertrag. Es ist das Gefühl, etwas kaputtgehen zu lassen, das jemand vor sechzig Jahren gepflanzt hat.

Alter Apfelbaum mit dichter, feintriebiger Krone vor dem Winterschnitt
Vor dem Schnitt: die Krone sitzt voller steiler Feintriebe

Warum der übliche Obstbaumschnitt das Problem jedes Jahr neu erzeugt

Der gängige Schnitt behandelt Symptome. Wo es dicht ist, wird ausgelichtet. Wo es lang ist, wird gekürzt. Das sieht direkt danach ordentlich aus.

Nur: Ein Baum ist keine Hecke. Kürzen Sie ihn oben ein, reagiert er mit Wachstum – genau dort, mit voller Kraft, senkrecht nach oben. Im nächsten Winter steht der Fachmann wieder da und schneidet die Antwort auf seinen eigenen Schnitt weg. Der Baum verliert jedes Jahr Reserven, Sie zahlen jedes Jahr, und die Krone wird von Mal zu Mal wirrer.

Ich habe Wiesen gesehen, die so über fünfzehn Jahre gepflegt wurden. Die Bäume waren müder als die, um die sich niemand gekümmert hatte.

Ein Apfelbaum kann über hundert Jahre alt werden — der Schnitt begleitet ihn durch jede Phase.

Grafik: Lebenszyklus eines Apfelbaums von der Pflanzung bis zum Ende des Baumlebens nach 100 Jahren, mit den Phasen Baumschule, Kronenaufbau, Ertragsbeginn, Hochphase der Fruchtbildung

Oeschberg-Palmer: Statik, Licht, Ruhe

Der Oeschberg-Schnitt kommt von der Schweizer Gartenbauschule Oeschberg bei Koppigen, Helmut Palmer hat ihn in Baden-Württemberg über Jahrzehnte zugespitzt. Er baut den Baum, statt ihn zu frisieren. Drei Dinge entscheiden:

Statik – der Baum trägt sich selbst

Ein durchgehender Stamm, drei bis vier Leitäste in klarer Rangordnung, alles Weitere ordnet sich unter. Ein so gebauter Baum hält Vollertrag und Nassschnee aus, ohne aufzureißen.

Licht – bis ins Innere

Keine Etagen, die sich gegenseitig beschatten. Sonne kommt bis an den Stamm. Die Früchte reifen durch statt zu schrumpeln, und das Laub trocknet nach Regen schneller ab – trockenes Laub bekommt seltener Schorf.

Ruhe – wenige große Entscheidungen

Lieber ein richtiger Schnitt als fünf vorsichtige. Wer den Baum in Ruhe lässt, bekommt keine Wasserschosser. Bei einem gut aufgebauten Halbstamm reicht der Termin oft nur noch alle zwei bis drei Jahre.

Nach Oeschberg-Palmer aufgebaute Krone mit freier Mitte gegen blauen Himmel
Aufgebaute Krone mit freier Mitte, März 2019

Der Oeschberg-Palmer-Schnitt ausführlich erklärt, mit Vorher-Nachher →

Uwe erklärt’s

Vier kurze Clips direkt von der Wiese – kein Studio, kein Skript. So sieht die Arbeit aus, über die oben die Rede war.

Ein Stützrahmen für den jungen Baum

Weiter erklärt: wie der Rahmen den Trieb in Form hält

Kronenaufbau an einem älteren Baum

Vor Ort erklärt: worauf es beim Schnitt ankommt

Was Kunden sagen

Der Winterschnitt von Uwe Fichte hat meinen alten Apfelbaum wieder vital gemacht. Die Krone ist jetzt lichtdurchflutet.

Rainer Monnet, Streuobstwiese mit 15 Hochstämmen, Freiburg im Breisgau

Uwe hat uns bei der Nachpflanzung neuer Obstbäume im Kaiserstuhl super beraten. Seine Tipps zur Sortenwahl und Pflanzung waren Gold wert.

Sylvia G., Kaiserstuhl

Unsere Streuobstwiese blüht dank Uwes Jungbaumpflege. Die Bäume wachsen gesund und kräftig.

Sabine M., Markgräflerland
Uwe Fichte, Demeter-Landwirt und Obstbaumpfleger, auf seiner Streuobstwiese

Warum ich als Demeter-Landwirt anders an einen Baum herangehe

Ich arbeite als Demeter-Landwirt. Was das für Ihre Bäume praktisch heißt, ist unspektakulär: Ich schaue mir erst den Boden an, dann die Wiese, dann den Baum. Ein Baum auf verdichtetem, überdüngtem Grund lässt sich nicht gesundschneiden. Manchmal ist die richtige Antwort auf eine kranke Krone kein Schnitt, sondern eine andere Mahd.

Und manchmal sage ich, dass ein Baum nicht mehr zu retten ist. Das hört keiner gern. Es ist trotzdem billiger als drei weitere Jahre Pflege an einem Stamm, der innen hohl ist.

Mehr über meinen Weg und meine Ausbildung →

Was ich mache

Erziehungsschnitt für junge Bäume

Die ersten fünf Jahre entscheiden, wie der Baum mit siebzig aussieht. Hier wird das Gerüst gebaut – und hier ist ein falscher Schnitt am teuersten, weil man ihn dreißig Jahre lang sieht.

Winterschnitt

Von November bis März, wenn der Baum ruht. Altes und krankes Holz raus, Kronenaufbau korrigieren, Fruchtholz aufbauen. Der wichtigste Termin des Jahres.

Sommerschnitt

Juni bis Juli, im Laub. Bremst, statt anzuregen – deshalb das Mittel gegen zu starkes Wachstum und gegen Wasserschosser. Und man sieht endlich, wo das Licht wirklich hinkommt.

Sanierung und Nachpflanzung

Verwahrloste Altbäume hole ich über zwei bis drei Jahre zurück, nicht in einem Winter. Bei Nachpflanzungen suche ich Sorten, die zu Höhenlage und Boden passen, und mache den Pflanzschnitt gleich mit.

Wenn eine Aufgabe nicht zu mir passt, sage ich das — und meist kenne ich jemanden, der sie besser kann.

Alle Leistungen und Preisspannen im Detail →

Vorher und nachher

Über dreißig Jahre Praxis. Zertifizierter Obstbaumpfleger und Demeter-Landwirt, geschult am Oeschberg-Palmer-Schnitt. Ich arbeite mit Streuobstinitiativen, Gartenbauvereinen und Kommunen zwischen Kaiserstuhl und Hochschwarzwald zusammen.

Fragen, die mir am Gartenzaun gestellt werden

Was kostet ein Obstbaumschnitt?

Das hängt an drei Dingen: Größe, Zustand und Anzahl. Ein gepflegter Halbstamm ist in einer knappen Stunde gemacht, ein verwahrloster Hochstamm kann einen halben Tag brauchen — dafür kostet er beim zweiten Mal nur noch einen Bruchteil. Auf einer Wiese mit mehreren Bäumen wird es pro Baum deutlich günstiger, weil ich nicht ständig umsetze. Ich schaue mir die Bäume vorher an und nenne Ihnen dann eine feste Summe. Die Besichtigung kostet nichts.

Wann wird geschnitten?

Winterschnitt von November bis März, am liebsten bei Frost über minus fünf Grad. Sommerschnitt Ende Juni bis Juli. Steinobst – Kirsche, Zwetschge – schneide ich nach der Ernte, nicht im Winter; das verringert das Risiko für Gummifluss und Monilia.

Mein Baum wurde letztes Jahr geschnitten und treibt jetzt überall senkrecht aus. Was ist da passiert?

Er wurde eingekürzt statt abgeleitet. Das ist der häufigste Fehler und in zwei bis drei Jahren zu korrigieren – nicht in einem Winter, sonst geht das Spiel von vorne los.

Warum ist der Schnitt bei jungen Bäumen so wichtig?

Weil in den ersten Jahren das Gerüst entsteht, das der Baum sein Leben lang behält. Ein sauber erzogener Baum braucht später weniger Eingriffe, bricht seltener und trägt gleichmäßiger. Was man in Jahr drei versäumt, kostet in Jahr zwanzig ein Vielfaches.

Kommen Sie auch in die Schweiz?

Ja, in die Nordwestschweiz. Anfahrt und Abrechnung klären wir vorab am Telefon, damit es keine Überraschungen gibt.

Wie schnell haben Sie einen Termin?

Das Winterfenster ist kurz, und ich arbeite allein. Wer im November oder Dezember anfragt, kommt sicher dran; ab Februar wird es eng. Für die Besichtigung finde ich fast immer kurzfristig eine Stunde.